ENDE
Samstag, 18. November 2017
Silvio Dalla Torre
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Spielen im Sitzen

Da der schwere Bogen ein wesentliches Element der "Neuen Niederländischen Schule" ist, ergibt sich schon allein daraus das Spiel im Sitzen. Das höhere Bogengewicht müsste beim stehenden Spiel gehalten werden, fällt aber beim Sitzen, durch den veränderten Winkel des Armes zum Instrument, wie bei der Violine, der Viola und dem Violoncello quasi von allein auf die Saite. Abgesehen davon, dass man das Spielen im Sitzen beherrschen muss (sofern man eine Orchesterstelle anstrebt), sind weitere Gründe dafür:
  • das permanente Ausbalancieren des Instruments entfällt, Oberkörper, Arme
    und Beine haben somit völlige Freiheit
  • Der Bogen lässt sich, aufgrund der
    Schwerkraft, leichter in die Saite "hineinsaugen"
    (was sehr wichtig ist zur Erzeugung des Flow
  • Der linke Ellbogen kann beim Spielen im Sitzen niedriger gehalten werden als beim Spielen im Stehen. Dies hat weniger Ermüdung zur Folge.
Den einzigen Nachteil sehe ich darin, dass mehr transportiert werden muss.

Zur Vermeidung einer Dämpfung des Instrumentenbodens durch den Körper empfehle ich, den Kontrabass relativ zentriert zu halten und beide Beine an die Zargen anzulegen, was zudem ein entspanntes Sitzen erleichtert. Von der Benutzung einer Beinstütze rate ich ab, weil diese zu einer Schiefhaltung des Körpers führt.