ENDE
Freitag, 26. Mai 2017
Silvio Dalla Torre
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Saiten

Da der Resonanzkörper eines Saiteninstru-
ments genaugenommen nur das verstärkt,
was an Schwingung erzeugt wird, ist die Qualität der Saiten von größter Bedeutung. Lange Zeit waren Kriterien wie gute Spielbarkeit, schnelle Ansprache, Stimmstabilität, Quintenreinheit und lange Haltbarkeit die wichtigsten Parameter bei der Saitenentwicklung. Moderne Stahlsaiten erfüllen diese Kriterien. Da sie überdies zu günstigen Preisen hergestellt werden können, haben sie den größten Marktanteil.

Dennoch haben es auch High-Tech-Stahlsaiten nicht geschafft, die seit Jahrhunderten gebräuchlichen Darmsaiten völlig zu verdrängen, weil diese ausgezeichnete klangliche Eigenschaften besitzen.

Seit einigen Jahren gibt es erfreulicherweise auch für Kontrabassisten ein immer größer werdendes Saitenangebot, das Lösungen für unterschiedlichste Bedürfnisse anbietet. Die größten Innovationen sind im Bereich neuartiger, synthetischer Saitenkerne geleistet worden. Damit wird versucht, die Vorteile von Stahl- und Darmsaiten zu verbinden.

Für die Neue Niederländische Schule sind gut resonierende Saiten, die eine höhere Elastizität aufweisen, zu empfehlen. Solche werden heute von den Firmen Pirastro (Obligato) und Thomastik (Dominant) angeboten. Die Berliner Firma SONORES stellt Saiten her, die einen geringeren Druck auf die Instrumentendecke ausüben und damit noch mehr Resonanz ermöglichen.